EF Education - EasyPost Davide Formolo (Ita) [EFE] Chris Hamilton (Aus) [EFE] Jordi Meeus (Bel) [EFE] Laurenz Rex (Bel) [EFE] Matthew Riccitello (Usa) [EFE] Ben Turner (Gbr) [EFE]
Lidl - Trek Remco Evenepoel (Bel) [LTK] Niklas Behrens (Ger) [LTK] Luke Lamperti (Usa) [LTK] Axel Laurance (Fra) [LTK] Georg Steinhauser (Ger) [LTK]
MBH Bank CSB Telecom Fort Brem Deman (Bel) [MBH] Wil Holmes (Aus) [MBH] Florian Kajamini (Ita) [MBH] Lorenzo Masciarelli (Ita) [MBH] Pavel Novák (Cze) [MBH] Victor Papon (Fra) [MBH]
UAE Team Emirates - XRG Lennert Van Eetvelt (Bel) [UAD] Fabio Christen (Sui) [UAD] Nicola Conci (Ita) [UAD] Sean Flynn (Gbr) [UAD] Alex Tolio (Ita) [UAD] Edoardo Zambanini (Ita) [UAD] Enrico Zanoncello (Ita) [UAD]
Pinarello - Q36.5 Pro Cycling Team Matej Mohoric (Slo) [PQT] Clément Alleno (Fra) [PQT] Bob Donaldson (Gbr) [PQT] Max Kanter (Ger) [PQT] Attila Valter (Hun) [PQT]
Uno - X Mobility Anthon Charmig (Den) [UXM] Magnus Cort (Den) [UXM] Odd Christian Eiking (Nor) [UXM] Anders Johannessen (Nor) [UXM] Tobias Johannessen (Nor) [UXM] Johannes Kulset (Nor) [UXM] Torstein Traeen (Nor) [UXM]
Unibet Rose Rockets Samuel Fernández García (Esp) [URR] Jorge Gutiérrez (Esp) [URR] Adrien Maire (Fra) [URR] Primoz Roglic (Slo) [URR] James Shaw (Gbr) [URR]
Team Visma | Lease a Bike Lorenzo Fortunato (Ita) [TVL] Milan Fretin (Bel) [TVL] Ferre Geeraerts (Bel) [TVL] Robin Orins (Bel) [TVL] Rasmus Søjberg Pedersen (Den) [TVL] Senne Thonnon (Bel) [TVL] Mauri Vansevenant (Bel) [TVL]
Groupama - FDJ United Mikel Landa (Esp) [GFC] Xabier Berasategi (Esp) [GFC] Zak Erzen (Slo) [GFC] Jelle Johannink (Ned) [GFC] Moritz Kretschy (Ger) [GFC] Rudy Porter (Aus) [GFC] Tom Van Asbroeck (Bel) [GFC]
Willkommen zur Auftaktetappe der Tour of Slovenia 2026. Über 141 Kilometer führte die Strecke von Velenje nach Rogaška Slatina.
Wie so oft auf einer Etappe mit guten Sprintaussichten dauerte es nicht lange, bis sich die erste Ausreißergruppe des Tages formierte. Victor Papon von MBH Bank CSB Telecom Fort, Clément Izquierdo von Tudor Pro Cycling Team, Victor Langellotti vom Team Picnic PostNL und Sean Flynn von UAE Team Emirates - XRG erhielten schließlich den Segen des Feldes und machten sich gemeinsam auf den Weg. Die Zusammenarbeit funktionierte gut, doch das Hauptfeld ließ den Vorsprung nie auf ein wirklich gefährliches Maß anwachsen.
Dafür sorgten vor allem Euskaltel - Euskadi, Groupama - FDJ United und Team Visma | Lease a Bike, die sich früh an die Spitze des Pelotons spannten und den Abstand konstant kontrollierten. Immer wieder wechselten sich die Mannschaften in der Nachführarbeit ab und signalisierten früh, dass sie den Tag nicht aus der Hand geben würden.
In der Spitzengruppe richtete sich der Fokus zunächst auf die Sprintwertungen. Hier zeigte insbesondere Clément Izquierdo großes Interesse und ging mehrfach engagiert in die Wertungen. Seine restlichen Begleiter begnügten sich damit die restlichen Punkten einzusammeln.
An der Bergwertung verschob sich das Bild. Nun waren vor allem Victor Papon, Victor Langellotti und Sean Flynn die aktivsten Fahrer. Alle kämpften engagiert um den Zähler für das Bergtrikot und lieferten sich ein enges Duell an dem Anstieg. Langellotti war letztlich der stärkste. Izquierdo hielt zwar den Anschluss, konzentrierte sich jedoch eher darauf, die Gruppe zusammenzuhalten. Insgesamt blieb der Vorsprung der Ausreißer jedoch überschaubar, denn im Feld wurde das Tempo zunehmend verschärft.
Bonussprint Braslovce:
1. Clément Izquierdo (Fra) [TUD]
2. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
3. Victor Papon (Fra) [MBH]
Bonussprint Zalec:
1. Clément Izquierdo (Fra) [TUD]
2. Sean Flynn (Gbr) [UAD]
3. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
Bonussprint Sentjur:
1. Clément Izquierdo (Fra) [TUD]
2. Victor Papon (Fra) [MBH]
3. Sean Flynn (Gbr) [UAD]
Sprintwertung Spodnji Vrh:
1. Clément Izquierdo (Fra) [TUD]
Bergwertung Jesovec pri Smarju Kat.4:
1. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
Einen entscheidenden Anteil daran hatte daran Solution Tech NIPPO Rali. Die Mannschaft erhöhte bereits weit vor dem Finale das Tempo deutlich und sorgte dafür, dass der Vorsprung der Spitzengruppe rasch zusammenschmolz. Kurz nachdem das Peloton die Ziellinie zum ersten Mal überquert hatte und auf dem Schlusskurs eingebogen war, war das Unternehmen Flucht endgültig beendet. Einer nach dem anderen wurde gestellt, ehe das Feld wieder geschlossen Richtung Finale rollte.
Damit war endgültig klar, dass die Entscheidung im Sprint fallen würde. Die Vorbereitungen auf den Endspurt begannen ungewöhnlich früh. Groupama - FDJ United übernahm zunächst die Spitze des Feldes und versuchte, den Sprintzug zu formieren. Doch der hohe Aufwand zahlte sich letztlich nicht aus. Die Helfer mussten schon weit vor der entscheidenden Phase viele Körner investieren, sodass andere Mannschaften mit frischerem Personal an ihnen vorbeiziehen konnten.
Besonders stark präsentierte sich dagegen Jayco AlUla. Der australische Rennstall brachte Pascal Ackermann nahezu perfekt in Position und kontrollierte die letzten Kilometer über weite Strecken. Ebenso überzeugend arbeitete EF Education - EasyPost, das Jordi Meeus in idealer Ausgangslage in den Sprint führte.
Max Kanter (PQT) lauerte unmittelbar am Hinterrad von Meeus und hatte damit ebenfalls eine ausgezeichnete Position gefunden. Milan Fretin (TVL) orientierte sich an Ackermann, während Dusan Rajovic (EUS) und Matyás Kopecký (TFT) ebenfalls hervorragend platziert aus der letzten Kurve kamen. Etwas weiter hinten mussten dagegen Marius Mayrhofer (TPP) und Enrico Zanoncello (UAD) immer wieder leicht abbremsen und verloren dadurch wertvolle Positionen. Für Zak Erzen (GFC) verlief das Finale noch schwieriger. Er war bereits deutlich vor der entscheidenden Phase zurückgefallen und spielte im Sprint keine Rolle mehr. Auch Lorenzo Masciarelli (MBH) und Robin Froidveaux (DCT) fanden sich weiter hinten im Feld wieder und konnten nicht in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen.
Als der Sprint eröffnet wurde, schien zunächst vieles für Ackermann zu sprechen. Doch dem Deutschen fehlte auf den letzten 200 Metern sichtbar die Explosivität. Jordi Meeus zog mit hohem Tempo vorbei und setzte sich sofort entscheidend ab. Kurz darauf musste Ackermann auch Max Kanter und den stark aufkommenden Dusan Rajovic passieren lassen.
An der Spitze ließ sich Meeus den Sieg nicht mehr nehmen. Mit einem souveränen und kontrollierten Sprint feierte er den ersten Etappenerfolg der Rundfahrt und unterstrich eindrucksvoll seine Favoritenrolle auf den flachen Etappen. Dahinter entwickelte sich ein spannender Kampf um Rang zwei, den Rajovic dank eines besonders starken Schlussspurts noch vor Kanter für sich entschied. Milan Fretin nutzte schließlich den Geschwindigkeitseinbruch Ackermanns ebenfalls aus und schob sich noch auf Rang vier vor. Ackermann musste sich nach einer zunächst perfekten Ausgangslage letztlich mit Platz fünf zufriedengeben. Auf den folgenden Plätze liefen Kopecký, Zanoncello, Erzen, Mayrhofer, Masciarelli und Froidveaux ein.
Die zweite Etappe der Tour of Slovenia 2026 führte das Peloton über 182 Kilometer von Radlje ob Dravi nach Ormož.
Bereits unmittelbar nach dem scharfen Start entwickelte sich ein intensiver Kampf um die Fluchtgruppe des Tages. Aufgrund der Größe der schließlich entstandenen Spitzengruppe blieb das Tempo im Hauptfeld zunächst ausgesprochen hoch. Gleich sieben Fahrer konnten sich absetzen: Wil Holmes (MBH Bank CSB Telecom Fort), Darren Rafferty (Tudor Pro Cycling Team), Milan Vader (Team Picnic PostNL), Gal Glivar und Patryk Stosz (Solution Tech NIPPO Rali), Rudy Porter (Groupama - FDJ United) sowie Fabio Christen (UAE Team Emirates - XRG). Die Gruppe war stark besetzt und verfügte mit mehreren guten Kletterern und Tempofahrern über ausreichend Qualität, um das Feld längere Zeit zu beschäftigen.
Im Peloton übernahmen vor allem Euskaltel - Euskadi, Unibet Rose Rockets und Team Visma | Lease a Bike früh die Verantwortung. Die drei Mannschaften hielten den Rückstand der Ausreißer kontrollierbar, mussten aufgrund der großen Spitzengruppe aber zunächst ein hohes Tempo anschlagen.
An der ersten Bergwertung zeigte sich sofort, welche Fahrer besonderes Interesse an den Punkten hatten. Holmes, Rafferty, Vader, Glivar, Porter und Christen kämpften engagiert um die Wertung. Am Ende setzte sich der Slowene Gal Glivar durch und sicherte sich die maximale Punktzahl vor seinen Fluchtgefährten. Direkt nach der Bergwertung änderte sich jedoch die Dynamik in der Spitzengruppe. Glivar hatte sein Ziel erreicht und ließ sich gemeinsam mit Rudy Porter wieder ins Hauptfeld zurückfallen. Dadurch verlor die Gruppe etwas an Schlagkraft, was das Peloton zufriedener stellte und das Rennen spürbar beruhigte.
Im weiteren Verlauf richtete sich der Fokus auf die beiden Sprintwertungen. Hier waren vor allem Darren Rafferty und Patryk Stosz hochmotiviert. Die erste Sprintwertung entschied Stosz souverän für sich, ehe Rafferty wenig später bei der zweiten Sprintwertung erfolgreich konterte und sich dort die maximale Punktzahl sicherte.
An der zweiten Bergwertung war Milan Vader zur Stelle. Der Niederländer attackierte im richtigen Moment und gewann die Wertung vor seinen verbliebenen Fluchtkollegen. Danach harmonierte die Zusammenarbeit in der Spitzengruppe zwar weiterhin ordentlich, doch das Hauptfeld erhöhte nun Schritt für Schritt den Druck. Euskaltel - Euskadi, Unibet Rose Rockets und Team Visma | Lease a Bike kontrollierten das Rennen souverän und ließen den Vorsprung kontinuierlich sinken.
Die letzten Kilometer entwickelten sich schließlich zum erwarteten Finale. Die verbliebenen Ausreißer wehrten sich lange mit allen Kräften und wurden erst zehn Kilometer vor dem Ziel endgültig eingeholt. Kaum war die Flucht gestellt, eröffnete Ben Healy (TUD) rund drei Kilometer vor dem Ziel mit einer explosiven Attacke die Schlussphase. Matej Mohorič (PQT) reagierte sofort und sprang an sein Hinterrad. Gemeinsam konnten die beiden Klassikerspezialisten tatsächlich einige Sekunden Vorsprung herausfahren und zwangen die Sprinterteams noch einmal zu einer kraftvollen Nachführarbeit.
Während Healy und Mohorič um jeden Meter kämpften, formierten sich dahinter die Sprintzüge. Den mit Abstand stärksten Eindruck hinterließ erneut Team Jayco AlUla. Nikias Arndt brachte seinen Kapitän Pascal Ackermann und Anfahrer Maikel Zijlaard mustergültig in Position und führte den Zug souverän an die Spitze des Feldes. Direkt am Hinterrad von Ackermann lauerte Lorenzo Masciarelli (MBH), der sich eine ideale Ausgangslage verschafft hatte.
Auch Max Kanter (PQT) war hervorragend positioniert. Bob Donaldson hielt seinen Kapitän direkt hinter Masciarelli und Ackermann im Windschatten. Dahinter hatte sich Dušan Rajović (EUS) eingeordnet, während Milan Fretin (TVL) etwas versteckt hinter dem Serben lauerte. Jordi Meeus (EFE) suchte gemeinsam mit Ben Turner und Laurenz Rex zunächst noch nach der optimalen Position, machte aber kontinuierlich Plätze gut und schob sich immer weiter in Richtung Kanter. Direkt am Hinterrad des Belgiers klemmte Matyáš Kopecký (TFT). Dahinter befanden sich Marius Mayrhofer (TPP), Luke Lamperti (LTK), Zak Erzen (GFC) und Enrico Zanoncello (UAD). Robin Froidveaux (DCT) hingegen war etwas zu weit zurückgefallen, um im Finale noch entscheidend eingreifen zu können.
400 Meter vor dem Ziel leitete Bob Donaldson schließlich den Sprint perfekt ein. Gemeinsam mit Max Kanter trat er aus dem Windschatten heraus und eröffnete den Endspurt. Donaldson brachte seinen Kapitän mit einem kraftvollen Lead-out bis auf die letzten 200 Meter in eine ideale Position. Gleichzeitig wurden die beiden späten Angreifer Healy und Mohorič endgültig gestellt.
Kanter eröffnete den Sprint aus der besten Position, doch Ackermann befand sich nahezu auf gleicher Höhe. Über die Außenseite arbeitete sich nun auch Meeus mit hoher Geschwindigkeit heran, musste allerdings den längeren Weg in Kauf nehmen. Masciarelli dadurch eingebaut. Kanter konnte sich Meter für Meter von Ackermann lösen, während Rajović und Meeus den vier Jahre älteren der beiden Deutschen zusätzlich unter Druck setzten. Dahinter entwickelten auch Milan Fretin und Matyáš Kopecký hohe Endgeschwindigkeiten.
Auf den letzten Metern zeigte Max Kanter jedoch seine ganze Klasse. Mit einem langen und kraftvollen Sprint verteidigte er seine Führung bis auf den Zielstrich und sicherte sich einen überzeugenden Etappensieg. Milan Fretin flog mit der höchsten Endgeschwindigkeit des Feldes noch an Pascal Ackermann vorbei und belegte Rang zwei. Ackermann musste sich trotz einer starken Vorbereitung mit Platz drei zufriedengeben. Dahinter folgten Dušan Rajović und Matyáš Kopecký auf den weiteren Spitzenplätzen. Erst dahinter erreichte der Sieger der Auftaktetappe, Jordi Meeus, das Ziel auf Rang sechs, nachdem ihm im hektischen Finale die perfekte Position gefehlt hatte.
Die dritte Etappe der Tour of Slovenia 2026 führte das Peloton über 133 Kilometer von Maribor nach Celje. Bereits unmittelbar nach dem Start entwickelte sich ein intensiver Kampf um die Ausreißergruppe des Tages. Vor allem Euskaltel - Euskadi zeigte sich ausgesprochen aktiv und versuchte gleich mehrfach, mehrere Fahrer in die entscheidende Gruppe zu bringen. Das Peloton war jedoch aufmerksam und ließ keine zu große oder zu gefährliche Konstellation davonfahren. Immer wieder wurden Angriffe neutralisiert, ehe sich schließlich eine vierköpfige Spitzengruppe absetzen konnte.
Mit Mats Wenzel (Euskaltel - Euskadi), Florian Kajamini (MBH Bank CSB Telecom Fort), Adam Rafferty (Tudor Pro Cycling Team) und Victor Langellotti (Team Picnic PostNL) fand sich eine gut besetzte Gruppe an der Spitze des Rennens. Die Zusammenarbeit verlief allerdings zunächst alles andere als reibungslos. Wenzel verweigerte in der Anfangsphase konsequent die Führungsarbeit und ließ seine drei Begleiter den Großteil der Tempoarbeit verrichten. Das sorgte verständlicherweise für Unmut innerhalb der Spitzengruppe. Nach einigen deutlichen Gesten und Worten seiner Mitstreiter beteiligte sich schließlich auch der Euskaltel-Profi an der Arbeit, wodurch sich die Situation wieder beruhigte.
Im Feld übernahmen derweil mehrere Mannschaften gemeinsam die Kontrolle. Unibet Rose Rockets, Team Visma | Lease a Bike, Groupama - FDJ United, UAE Team Emirates - XRG und EF Education - EasyPost hielten den Rückstand der Ausreißer jederzeit in einem überschaubaren Rahmen und sorgten dafür, dass der Vorsprung nie wirklich bedrohliche Ausmaße annahm.
An den Sprintwertungen zeigte sich Adam Rafferty als einziger Fahrer mit echtem Interesse an den Punkten. Ohne Gegenwehr sicherte sich der Ire beide Zwischensprints des Tages und sammelte damit wichtige Zähler. Deutlich umkämpfter verliefen dagegen die Bergwertungen. Kajamini, Rafferty und Langellotti lieferten sich dort kleine interne Duelle, wobei Rafferty die erste Bergwertung für sich entscheiden konnte und damit einen rundum erfolgreichen Tag in der Offensive erlebte.
Die entscheidende Rennphase begann am 2.Anstieg hinauf zur Celjska Koča. Dort erhöhten UAE Team Emirates - XRG und Lidl - Trek das Tempo erheblich und sorgten dafür, dass das Peloton schnell in mehrere Gruppen zerfiel. Zahlreiche Sprinter und Helfer mussten bereits früh abreißen lassen und hatten große Mühe, den Anschluss zu halten. Auch der Mann in Gelb, Max Kanter (PQT), verlor früh den Anschluss.
Kurz vor der Kuppe setzte Georg Steinhauser (LTK) schließlich auch noch eine Attacke. Sein Antritt riss eine etwa zehn Fahrer starke Spitzengruppe, um Topfahrer wie Remco Evenepoel (LTK) und Primoz Roglic (URR) auf, während sich dahinter eine größere Verfolgergruppe formierte. In dieser befanden sich unter anderem Edoardo Zambanini (UAD) und Ben Turner (EFE), die rund 30 Sekunden Rückstand zu Beginn der Abfahrt aufwiesen. Die meisten klassischen Sprinter hatten zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als zwei Minuten eingebüßt und waren damit praktisch aus dem Kampf um den Etappensieg ausgeschieden. Die 2.Bergwertung hatte Langellotti erfolgreich für sich entscheiden können.
Bonussprint Slovenska Bistrica:
1. Adam Rafferty (Irl) [TUD]
2. Florian Kajamini (Ita) [MBH]
3. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
Bergwertung Planina na Pohorju Kat.2:
1. Adam Rafferty (Irl) [TUD]
2. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
3. Florian Kajamini (Ita) [MBH]
Bonussprint Lasko:
1. Adam Rafferty (Irl) [TUD]
2. Florian Kajamini (Ita) [MBH]
3. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
Bergwertung Celjska Koca Kat.2:
1. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
2. Adam Rafferty (Irl) [TUD]
3. Florian Kajamini (Ita) [MBH]
Die Abfahrt sorgte allerdings erneut für eine Veränderung der Rennsituation. Dort gelang zunächst der Zusammenschluss von der Steinhauser-Gruppe und der Verfolgergruppe, ehe wenig später auch die letzten verbliebenen Ausreißer des Tages eingeholt wurden.
Diese Gruppe arbeitete anschließend ausgesprochen engagiert zusammen. Allen Beteiligten war bewusst, dass sich hinter ihnen die abgehängten Sprinter um den Wiederanschluss bemühten. Entsprechend hoch blieb das Tempo bis in die letzten Kilometer hinein. Der Plan ging auf – die größeren Sprintzüge konnten nicht mehr zurückkehren, sodass sich das Finale völlig anders entwickelte als bei der vorherigen beiden Etappen.
Im Finale verfügte kaum noch eine Mannschaft über genügend Fahrer, um einen perfekt organisierten Lead-out aufzubauen. Groupama - FDJ United versuchte dennoch, für Zak Erzen einen Sprintzug zu formieren. Die verbliebenen Helfer investierten alles, waren für diese Aufgabe jedoch nicht die ausgewiesenen Spezialisten. Dennoch gelang es ihnen, Erzen zunächst in eine hervorragende Ausgangsposition zu bringen.
Direkt an seinem Hinterrad hatte sich Lennert Van Eetvelt (UAD) eingeordnet, gefolgt von seinem Teamkollegen Edoardo Zambanini. Lorenzo Masciarelli (MBH) lauerte wiederum unmittelbar hinter seinem Landsmann, während Ben Turner zunächst etwas weiter hinten und damit nahezu unauffällig Position bezogen hatte. Attila Valter (PQT) gelang es mit Matej Mohoric am Hinterrad noch einige Plätze gutzumachen.
Dann folgte der vielleicht spektakulärste Moment des Finales. Über die komplett freie Außenlinie beschleunigte Remco Evenepoel mit enormem Tempo und brachte seinen Teamkollegen Axel Laurance in perfekter Position nach vorne. Mit hoher Geschwindigkeit flogen die beiden am Feld vorbei. Laurance eröffnete den Sprint schließlich von der Spitze aus, musste seinem langen Antritt jedoch Tribut zollen. Auf den letzten entscheidenden Meter fehlte ihm die absolute Endgeschwindigkeit, sodass mehrere Konkurrenten noch vorbeiziehen konnten.
Aus dem Windschatten heraus zündete Ben Turner schließlich den stärksten Sprint des Tages. Mit deutlich höherer Endgeschwindigkeit als seine Konkurrenten zog der Brite souverän an allen vorbei und sicherte sich einen überzeugenden Etappensieg. Edoardo Zambanini belegte nach einer starken Vorstellung Rang zwei, knapp vor Matej Mohoric während Lorenzo Masciarelli mit Platz 4 vorliebnehmen musste. Zak Erzen rettete nach der Vorarbeit seiner Mannschaft noch Rang fünf, knapp vor Axel Laurance, dessen mutiger Sprint letztlich nicht belohnt wurde.
Die vierte Etappe der Tour of Slovenia 2026 führte das Peloton über 185 Kilometer von Kranj nach Kranjska Gora. Zu Beginn der Etappe kontrollierten die Teams der Favoriten zunächst das Geschehen, um die Tagesgruppe nicht zu groß werden zu lassen. Die erste Sprintwertung wurde daher noch aus dem geschlossenen Feld heraus entschieden.
Schließlich formierte sich die Ausreißergruppe des Tages mit Victor Papon (MBH Bank CSB Telecom Fort), Max Kanter (Pinarello - Q36.5 Pro Cycling Team), Jamie Meehan (Tudor Pro Cycling Team), Gal Glivar (Solution Tech NIPPO Rali) und Fabio Christen (UAE Team Emirates - XRG). Das Quintett harmonierte zunächst gut, bekam allerdings kaum Spielraum eingeräumt. Im Hauptfeld übernahmen Unibet Rose Rockets, Team Visma | Lease a Bike sowie Lidl-Trek früh die Verantwortung und hielten den Rückstand bewusst klein.
Das hohe Tempo im Feld zwang auch die Spitzengruppe dazu, permanent am Limit zu fahren. Dadurch blieb der Vorsprung über weite Strecken überschaubar. Die erste Folge dieser hohen Belastung zeigte sich bereits an der ersten Bergwertung. Max Kanter musste das Tempo seiner Mitstreiter ziehen lassen und fiel aus der Spitzengruppe zurück.
An den Bergwertungen zeigten vor allem Victor Papon, Jamie Meehan und Gal Glivar Interesse. Den ersten Bergpreis sicherte sich schließlich Glivar, der seine Kletterqualitäten unter Beweis stellte. Bei den Sprintwertungen hingegen konzentrierte sich ausschließlich Jamie Meehan auf die Wertungspunkte. Nachdem die Konkurrenz kein Interesse zeigte, gewann der Ire sowohl die zweite als auch die dritte Sprintwertung kampflos. Auch an der zweiten Bergwertung war Meehan der Stärkste und sicherte sich weitere wichtige Punkte.
Während die Ausreißer um die Wertungen kämpften, arbeitete das Peloton unermüdlich weiter. Besonders Unibet Rose Rockets und Lidl-Trek sorgten dafür, dass der Vorsprung der Fluchtgruppe nie gefährlich anwuchs. Mit dem näher rückenden Schlussanstieg wurde das Tempo nochmals deutlich erhöht. Bereits am Fuße des Prelaz Vršič war das Unternehmen Flucht beendet. Das Hauptfeld stellte die letzten Ausreißer noch vor den entscheidenden Kilometern.
Nun begann das eigentliche Rennen der Favoriten. Vor allem Lidl-Trek forcierte das Tempo und sorgte dafür, dass das Feld immer kleiner wurde. Axel Laurance und anschließend Georg Steinhauser fuhren hier starke Ablösungen für ihren Leader. Viele Helfer mussten bereits früh abreißen lassen, ehe 4,5 Kilometer vor dem GipfelLennert Van Eetvelt (UAD) die erste ernsthafte Attacke setzte. Der Belgier konnte sich einige Meter lösen, doch lange hielt sein Vorstoß nicht. Primož Roglič (URR) reagierte umgehend, erhöhte das Tempo deutlich und schloss die Lücke selbst.
Nur wenige Fahrer konnten der Tempoverschärfung folgen. An der Spitze entstand eine hochkarätig besetzte Gruppe mit Roglič, Ben Tulett (TUD), Lorenzo Fortunato (TVL), Lennert Van Eetvelt, Matthew Riccitello (EFE) und Remco Evenepoel (LTK). Dahinter kämpften Pavel Novak (MBH) und Mikel Landa (GFC) mit wenigen Sekunden Rückstand um den Anschluss. Eine weitere Gruppe mit Attila Valter (PQT), Matej Mohorič (PQT), Ben Healy (TUD), Koen Bouwman (TPP) und Steff Cras (JAY) bereits mit etwas Abstand.
Novak und Landa gelang es nach rund 500 Metern tatsächlich noch, den Sprung zur Spitzengruppe zu schaffen. Dahinter wurde der Rückstand der Verfolger jedoch immer größer. Roglič diktierte an der Spitze ein konstant hohes Tempo und setzte damit die Konkurrenz zunehmend unter Druck. Zunächst musste Riccitello reißen lassen, wenig später konnte auch Novak das Tempo nicht mehr mitgehen. Kurz darauf erwischte es schließlich auch Fortunato, der den Anschluss ebenfalls verlor.
Währenddessen wuchs der Abstand zur Gruppe um Valter bereits auf mehr als eine Minute an. Dort mussten zunächst Mohorič und Healy ihre Mitstreiter ziehen lassen. Wenig später setzte sich Valter auch von Bouwman und Cras ab und fuhr alleine weiter.
Als der Gipfel immer näher rückte, warteten viele auf die entscheidende Attacke – und sie kam exakt einen Kilometer vor der Passhöhe. Remco Evenepoel trat entschlossen an und setzte sich mit einer explosiven Beschleunigung von seinen Konkurrenten ab. Roglič reagierte sofort, ebenso Van Eetvelt. Ben Tulett kämpfte zwar tapfer und blieb noch in Nähe zu den drei, doch ganz konnte er dem Tempo nicht folgen, während Mikel Landa zunehmend zurückfiel und bereits deutliche Schwierigkeiten hatte.
Evenepoel hielt das Tempo konstant hoch, das zeigte Wirkung. Zunächst musste Roglič einige Meter reißen lassen, kurz darauf konnte auch Van Eetvelt den Anschluss nicht mehr halten.
Auf der Passhöhe bot sich schließlich ein klares Bild. Evenepoel führte das Rennen mit einem Vorsprung von rund 20 Sekunden auf Van Eetvelt an. Roglič folgte mit bereits mehr als einer halben Minute Rückstand, Tulett noch in Schlagdistanz zum Slowenen. Landa überquerte den Gipfel schon mit mehr als einer Minute Rückstand.
Bonussprint Skofja Loka:
1. Max Kanter (Ger) [PQT]
2. Lorenzo Masciarelli (Ita) [MBH]
3. Pavel Novák (Cze) [MBH]
Bergwertung Drazgose Kat.2:
1. Gal Glivar (Slo) [TFT]
2. Jamie Meehan (Irl) [TUD]
3. Victor Papon (Fra) [MBH]
Bonussprint Bled:
1. Jamie Meehan (Irl) [TUD]
2. Victor Papon (Fra) [MBH]
3. Gal Glivar (Slo) [TFT]
Bergwertung Predil Kat.3:
1. Jamie Meehan (Irl) [TUD]
2. Gal Glivar (Slo) [TFT]
3. Victor Papon (Fra) [MBH]
Bergwertung Vrsic Kat.HC:
1. Remco Evenepoel (Bel) [LTK]
2. Lennert Van Eetvelt (Bel) [UAD]
3. Primoz Roglic (Slo) [URR]
4. Ben Tulett (Gbr) [TUD]
5. Mikel Landa (Esp) [GFC]
6. Lorenzo Fortunato (Ita) [TVL]
7. Pavel Novák (Cze) [MBH]
8. Matthew Riccitello (Usa) [EFE]
In der Abfahrt versuchte Van Eetvelt noch einmal alles, um den Rückstand zu verkleinern. Dank einer mutigen Fahrweise konnte er den Abstand zwischenzeitlich um einige Sekunden reduzieren. Doch als die Straße im unteren Abschnitt wieder flacher wurde, spielte Evenepoel seine Stärke aus. Er baute seinen Vorsprung wieder aus und ließ keinerlei Zweifel mehr am Etappensieg aufkommen.
Nach 185 Kilometern erreichte Remco Evenepoel schließlich als Solosieger das Ziel in Kranjska Gora. Mit einem Vorsprung von 32 Sekunden auf seinen Landsmann Lennert Van Eetvelt feierte er zum einen den Tageserfolg und zusätzlich dürfte er damit auch in der Gesamtwertung die besten Karten auf den Sieg haben
Hinter den beiden Belgiern entwickelte sich noch ein spannender Kampf um Rang drei. Ben Tulett konnte in der Abfahrt zu Primož Roglič aufschließen und setzte sich schließlich im Sprint gegen den Slowenen durch. Mikel Landa rettete sich wenig später als Fünfter ins Ziel und behauptete sich knapp vor Lorenzo Fortunato, Pavel Novak kam als 7. über die Linie.
Auch dahinter gab es noch einige Positionskämpfe. Matej Mohorič machte mit einer gewohnt starken Abfahrt mehrere Plätze gut und erreichte gemeinsam mit seinem Teamkollegen Attila Valter das Ziel. Beide kamen nur knapp hinter Matthew Riccitello an. Es folgten weitere versprengte Fahrer und kleine Gruppen, die diesen schweren Tag mit teils deutlichen Zeitabständen beendeten.
Die fünfte Etappe der Tour of Slovenia 2026 führte über 169 Kilometer von Litija nach Novo mesto. Schon unmittelbar nach dem Start entwickelte sich ein äußerst hohes Tempo. Zahlreiche Fahrer wollten den Sprung in die Ausreißergruppe schaffen und entsprechend jagte eine Attacke die nächste. Im Peloton versuchten die Helfer zwar, die Situation unter Kontrolle zu halten, doch nach vier anspruchsvollen Etappen steckte vielen die Belastung der vergangenen Tage deutlich in den Beinen. So dauerte es einige Zeit, bis sich schließlich eine Spitzengruppe lösen konnte. Mit dabei waren Mats Wenzel (Euskaltel - Euskadi), Florian Kajamini (MBH Bank CSB Telekom Fort), Adam Rafferty (Tudor Pro Cycling Team), Victor Langellotti (Team Picnic PostNL), Gal Glivar und Adam Toupalik (Solution Tech NIPPO Rali) sowie Nicola Conci (UAE Team Emirates XRG).
Die erste Bergwertung entwickelte sich direkt zu einem kleinen Schlagabtausch. Kajamini setzte sich schließlich knapp gegen Rafferty, Langellotti und Glivar durch und sicherte sich die maximale Punktzahl. Währenddessen organisierten im Feld Unibet Rose Rockets, Team Visma | Lease a Bike und Lidl-Trek gemeinsam die Nachführarbeit. Allerdings gelang es zunächst nicht, den Vorsprung der Spitzengruppe entscheidend einzudämmen.
An den Sprintwertungen zeigte sich anschließend ein völlig anderes Bild. Adam Rafferty hatte als Einziger echtes Interesse an den Punkten und fuhr alle Zwischensprints ohne nennenswerte Gegenwehr souverän nach Hause. Hinter ihm verzichteten die übrigen Ausreißer auf unnötige Kräfteverschwendung und konzentrierten sich stattdessen auf eine möglichst gleichmäßige Zusammenarbeit.
Diese funktionierte zunächst ausgezeichnet. Kilometer für Kilometer baute die Spitzengruppe ihren Vorsprung aus und erreichte zeitweise fast fünf Minuten. Die zweite Bergwertung ging an Gal Glivar, der sich im Anstieg als stärkster Kletterer der Fluchtgruppe präsentierte.
Nach rund 100 gefahrenen Kilometern änderte sich das Bild jedoch langsam. Im Feld übernahmen frische Helfer die Tempoarbeit, wodurch das Verfolgerfeld deutlich an Geschwindigkeit gewann. Trotzdem lag der Abstand zur Spitzengruppe inzwischen bei knapp fünf Minuten – ein komfortables Polster, das den Ausreißern berechtigte Hoffnungen auf den Etappensieg machte.
An der dritten Bergwertung setzte sich Victor Langellotti durch. Während vorne um die Bergpunkte gekämpft wurde, bekamen im Peloton die ersten Sprinter ernsthafte Schwierigkeiten. Das hohe Tempo führte dazu, dass einige den Anschluss verloren. In der folgenden Abfahrt gelang es den meisten zwar noch einmal, ins Feld zurückzukehren, doch die Verschnaufpause sollte nur von kurzer Dauer sein.
Denn Lidl-Trek verschärfte das Tempo nun nochmals deutlich. Der Abstand zur Spitzengruppe begann schneller zu schrumpfen, gleichzeitig wurde das Rennen im folgenden Anstieg Trebelno für viele Sprinter endgültig zu schwer. Einige konnten sich mit Unterstützung ihrer Teamkollegen noch einmal zurückkämpfen, andere mussten die Hoffnungen auf einen Massensprint endgültig begraben. Erneut war es Langellotti, der sich die Bergwertung sicherte und damit seine starke Vorstellung im hügeligen Terrain unterstrich.
Mit hohem Tempo raste das Peloton anschließend dem letzten Anstieg zur Trska Gora entgegen. Trotz der intensiven Verfolgungsarbeit betrug der Vorsprung der Ausreißer beim Beginn des Anstiegs immer noch fast zwei Minuten. Adam Toupalik konnte dem Tempo seiner Begleiter inzwischen nicht mehr folgen und musste sie ziehen lassen.
Vorne im Feld erhöhten nun Georg Steinhauser für Lidl-Trek und Jorge Gutierrez für Unibet Rose Rockets nochmals das Tempo. Das Feld wurde langgezogen in den Anstieg geführt, wodurch einige Klassementfahrer überraschend schlecht positioniert waren. Genau in diesem Moment setzte Remco Evenepoel (LTK) seine Attacke. Sofort entstanden kleine Lücken, die Fahrer reihten sich wie an einer Perlenkette hintereinander auf. Auf dem Gipfel konnten sich Evenepoel, Primož Roglič (URR) und Matthew Riccitello (EFE) mit einem Vorsprung von rund zehn Sekunden behaupten.
Bergwertung Vace Kat.2:
1. Florian Kajamini (Ita) [MBH]
2. Adam Rafferty (Irl) [TUD]
3. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
Bonussprint Zagorje ob Savi:
1. Adam Rafferty (Irl) [TUD]
2. Adam Toupalik (Cze) [TFT]
3. Mats Wenzel (Lux) [EUS]
Bergwertung Bogensperk Kat.3:
1. Gal Glivar (Slo) [TFT]
2. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
3. Florian Kajamini (Ita) [MBH]
Bergwertung Grmada Kat.3:
1. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
2. Florian Kajamini (Ita) [MBH]
3. Adam Rafferty (Irl) [TUD]
Bonussprint Trebnje:
1. Adam Rafferty (Irl) [TUD]
2. Adam Toupalik (Cze) [TFT]
3. Mats Wenzel (Lux) [EUS]
Bergwertung Trska Gora Kat.3:
1. Victor Langellotti (Mon) [TPP]
2. Adam Rafferty (Irl) [TUD]
3. Gal Glivar (Slo) [TFT]
Vor allem Roglič investierte in der Abfahrt viel Arbeit, um den Vorsprung zu verteidigen. Doch hinter dem Spitzentrio schlossen immer mehr Fahrer wieder auf, sodass sich am Ende der Abfahrt erneut eine rund 35 Fahrer starke Favoritengruppe bildete. Die Ausreißer lagen zu diesem Zeitpunkt noch etwa 40 Sekunden in Front.
Kaum war die Straße wieder flacher, folgte bereits die nächste Offensive. Ben Healy (TUD) attackierte und bekam sofort Remco Evenepoel, Roger Adrià (EUS) und Matej Mohorič (PQT) an sein Hinterrad. Das Quartett harmonierte hervorragend und verringerte den Rückstand auf die Spitzengruppe rasch. Gleichzeitig begann vorne die Zusammenarbeit zu bröckeln. Immer wieder versuchten einzelne Fahrer, sich mit Attacken abzusetzen, doch ebenso oft wurden die Lücken wieder geschlossen. Das gegenseitige Vertrauen war nach circa 160 Kilometern Flucht endgültig verschwunden.
Erst einen Kilometer vor dem Ziel war die Fluchtgruppe durch die vier Verfolger eingeholt. Während die Favoritengruppe bereits etwa 25 Sekunden zurücklag, kämpften nun noch die vier Angreifer und die verbliebenen Ausreißer um den Etappensieg.
Euskaltel - Euskadi spielte seine zahlenmäßige Überlegenheit perfekt aus. Mats Wenzel setzte sich an die Spitze und fuhr einen mustergültigen Sprintzug für Roger Adrià. Ben Healy versuchte noch, sich nach vorne zu schieben, während Matej Mohorič aufmerksam auf seine Chance lauerte. Remco Evenepoel befand sich dagegen etwas zu weit hinten, um entscheidend eingreifen zu können. Kajamini, Glivar und Rafferty fehlten nach ihrer langen Flucht inzwischen die letzten Reserven und sie konnten in den Sprint nicht mehr eingreifen.
Als Wenzel seinen Teamkollegen freigab, nutzte Adrià die ideale Ausgangsposition eiskalt. Mit einem kraftvollen Antritt zog er erneut an Healy vorbei und verteidigte seine Führung bis zur Ziellinie. Mohorič kam zwar mit hohem Tempo noch einmal heran und übersprintete Healy, an Adrià führte jedoch kein Weg mehr vorbei. Nicola Conci sicherte sich Rang drei. Healy und Evenepoel komplettierten die Top fünf, vor Langellotti auf Rang sechs.
Kajamini, Glivar und Rafferty retteten sich nach ihrer Fluchtleistung schließlich noch knapp vor dem von Ben Turner angeführten Hauptfeld ins Ziel und wurden für ihren couragierten Auftritt zumindest mit einem Platz in den Top Ten belohnt.