4. Etappe
Die Königsetappe der Tour, an deren Ende Entscheidungen im Klassement fallen werden: Mit über 2.900 Höhenmetern und einem Profilscore von 147 ist Stage 4 klar der härteste Tag der Rundfahrt. Der hügelige Rundkurs rund um Durbuy bietet zahlreiche kurze, aber giftige Anstiege – unter anderem den legendären Mur de Durbuy – sowie den zentralen Goldenen Kilometer, bei dem Bonussekunden in Reichweite sind. Es ist auch der Tag, an dem das Klassement hauptsächlich gemacht werden dürfte!
Das heutige Teilstück begann mit einer frühen Fluchtgruppe, in der Tom Donnenwirth (IPT), Silvan Dillier (COF), Amaury Capiot (PTV) und Arthur Kluckers (SOQ) vertreten waren. Burgeaudeau versuchte ebenfalls, sich abzusetzen, wurde jedoch vom Feld zurückgeholt, da die maximale Anzahl der Ausreißer auf fünf Fahrer begrenzt war und sein Team keinen Support bot.
Gruppe:
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Tom Donnenwirth (Fra) [IPT]
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Silvan Dillier (Sui) [COF]
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Amaury Capiot (Bel) [PTV]
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Arthur Kluckers (Lux) [SOQ]
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Tom Donnenwirth (Fra) [IPT] ist ein Spätzünder und noch dienstjunger Profi, der vor allem durch seine Aggressivität und Ausdauer bei langen Fluchtversuchen auffällt.
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Silvan Dillier (Sui) [COF] hingegen bringt viel Erfahrung mit und ist bekannt für seine Fähigkeit, sich im harten Terrain zu behaupten und als klassischer Allrounder wertvolle Punkte zu sammeln.
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Amaury Capiot (Bel) [PTV] ist ein belgischer Sprinter, der in Fluchtgruppen mit seiner starken Sprinttechnik auf sich aufmerksam macht und seine Klassikerexpertise mitbringt.
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Arthur Kluckers (Lux) [SOQ] bringt als talentierter Allrounder vor allem an Ardennen-typischen Rennverläufen seine soliden Allroundfähigkeiten ein. Die Mischung aus Talent, Erfahrung und Vielseitigkeit macht die Gruppe durchaus zu einer der gefährlicheren dieses Rennens.
Zu Beginn des Rennens übernahmen die Teams DFP, TNN und TVL sofort die Kontrolle im Hauptfeld. DFP setzte dabei mit Vandenbranden und Van der Hoorn zwei starke Nachführfahrer ein, die das Tempo hochhielten und die Fluchtgruppe unter Druck setzten. TNN stellte mit Boivin, Dinham und Thompson gleich drei Fahrer, die sich nahtlos in die Führungsarbeit einfügten, während TVL durch Orins zusätzlich für Stabilität sorgte. Dieses geschlossene Zusammenspiel sorgte dafür, dass die Ausreißer trotz ihres Vorsprungs nie wirklich freie Fahrt hatten. Das Tempo im Feld war von Anfang an hoch, was den Abstand der Spitze auf maximal 2:25 Minuten begrenzte und eine frühe Entscheidung im Rennen erschwerte. Bei Kilometer 105 war die Vorentscheidung im Vorsprung der Ausreißer gefallen, als die Teams XAT und DFP die Spitzengruppe wieder einholten. Direkt im Anschluss, ab Kilometer 110, zog Laporte im Feld das Tempo spürbar an und erhöhte den Druck, um die Gruppe zu dezimieren und die Weichen für die entscheidenden Attacken zu stellen.
An den ersten beiden Zwischensprints zeigte sich lediglich Arthur Kluckers als aktiver Punktesammler, während das Feld eher durchrollte.
ZS1
1.
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Arthur Kluckers (Lux) [SOQ]
2.
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Amaury Capiot (Bel) [PTV]
3.
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Tom Donnenwirth (Fra) [IPT]
4.
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Silvan Dillier (Sui) [COF]
5.
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Jarne Van de Paar (Bel) [Q36]
ZS2
1.
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Arthur Kluckers (Lux) [SOQ]
2.
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Silvan Dillier (Sui) [COF]
3.
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Amaury Capiot (Bel) [PTV]
4.
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Tom Donnenwirth (Fra) [IPT]
5.
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Gijs Van Hoecke (Bel) [TVL]
An der Mur de Durbuy bei Kilometer 129 eröffnete Van der Poel die Angriffe. Er setzte sich kraftvoll ab, doch durch energisch nachsetzende Fahrer schloss die Konkurrenz wieder auf. Es ergab sich eine vorselektierte Favoritengruppe, in der allerdings viele Kapitäne schon isoliert waren. Aus dieser wurde auch der dritte Zwischensprint an der Petit Somme überrollt.
ZS 3
1.
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Alberto Bettiol (Ita) [IGD]
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2.
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Tom Pidcock (Gbr) [COF]
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3.
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Ewen Costiou (Fra) [TEN]
4.
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Michael Matthews (Aus) [Q36]
5.
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Danny van Poppel (Ned) [EFE]
Gemeinsam wurde das Tempo hochgehalten, was ein Auseinanderreißen der Gruppe verhinderte. Bis zum Côte de Hermanne (km 161) blieb das Rennen weitgehend geschlossen, abgesehen von einer kurzen Attacke von Baroncini 18 Kilometer vor dem Ziel, die von Bettiol kontrolliert wurde.
Vor dem Goldenen Kilometer versuchten mehrere Fahrer, sich abzusetzen. Van der Poel gelang es, hier, sich solo zu lösen. Dahinter Wellens, Ganna und Sheffield. Hinter ihnen folgten Hayter, Matthews, Pithie, Zingle, Küng, Watson, Pidcock, Foss, Baroncini, Costiou, Cavagna, Fisher-Black, Morgado, Van Poppel, Tarling, Vermeersch und Vacek in einer größeren Gruppe, das waren jetzt die entscheidenden Männer. Erstmal ging dann vieles wieder zusammen, lediglich Van der Poel behauptete sich vorne.
So gingen die drei Wertungen und damit 9 Sekunden an den Niederländer. Hinter ihm entbrannte im Favoritenfeld ein harter Konkurrenzkampf um die verbleibenden Sekunden: Filippo Ganna konnte in einer der Wertungen den Sprint aus der Verfolgergruppe für sich entscheiden, während Michael Matthews, Josh Tarling und Ethan Hayter in den anderen Sprintwertungen erfolgreich nachsetzten und wichtige Bonussekunden für ihre Gesamtwertung sicherten.
Goldener Kilometer 1. Abnahme
1.
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Mathieu van der Poel (Ned) [TNN]
2.
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Michael Matthews (Aus) [Q36]
3.
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Ethan Hayter (Gbr) [IGD]
Goldener Kilometer 2. Abnahme
1.
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Mathieu van der Poel (Ned) [TNN]
2.
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Filippo Ganna (Ita) [XAT]
3.
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Michael Matthews (Aus) [Q36]
Goldener Kilometer 3. Abnahme
1.
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Mathieu van der Poel (Ned) [TNN]
2.
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Joshua Tarling (Gbr) [TEN]
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3.
![[img]https://radsim05.com/images/flags/ita.png[/img]](https://radsim05.com/images/flags/ita.png)
Filippo Ganna (Ita) [XAT]
In den drei Wertungen des Goldenen Kilometers sicherte sich Van der Poel jeweils den ersten Platz, da er als Solist ankam. Filippo Ganna gewann eine Sprintwertung aus der Verfolgergruppe, während Matthews und Hayter weitere Bonussekunden sammelten.
In der Abfahrt nach dem letzten Anstieg nahm das Rennen erneut Fahrt auf. Zunächst setzte sich Morgado ab und konnte sich kurzzeitig etwas Luft verschaffen. Doch rund 5 Kilometer vor dem Ziel reagierte Vermeersch mit einem beherzten Angriff, der sofort für Unruhe sorgte. Hinter ihm formierte sich eine kleinere Verfolgergruppe mit starken Fahrern: Wellens, Hayter, Ganna, Sheffield, Tarling, Vacek, Fisher-Black und Pithie waren sofort dran und nahmen die Verfolgung auf. So entstand eine dynamische Konstellation aus zwei Gruppen: Morgado vorne allein, dahinter die achtköpfige Gruppe mit den Favoriten und Helfern.
Kurz darauf gelang es der Verfolgergruppe, wieder zu Morgado aufzuschließen, womit die Spitze nun wieder geschlossen war. Das Tempo blieb hoch, und jeder versuchte, Kräfte für die finale Phase zu sparen. 2,5 Kilometer vor dem Ziel kam es zur nächsten Entscheidung: Wellens und Ganna lösten sich aus der Gruppe, gingen gemeinsam in die Offensive und konnten sich kurzzeitig absetzen. Dieses Duo arbeitete gut zusammen und versuchte, das Feld unter Druck zu setzen. Die restlichen Fahrer in der Gruppe mussten sofort reagieren, konnten aber den Abstand auf etwa 10 Sekunden halten.
Hintenraus hielt die Flucht des Duos nicht lange an. An der Flamme Rouge wurde das Zusammenspiel der beiden von der geschlossenen Verfolgergruppe neutralisiert. Vorneraus weiter van der Poel in Kontrolle, der sich kurz vor Ziel sein Trikot schonmal richten konnte, und letztendlich mit 18 Sekunden Vorpsrung durchs Ziel fuhr.
Dahinter wurde es nochmal spannend: Tarling zog für Wellens an. Der sicherte sich mit einem starken Antritt Rang zwei, knapp gefolgt von Filippo Ganna. Ethan Hayter und LaurencePithie komplettierten die Top fünf. Fisher-Black und Vacek zeigten in den letzten Kilometern nicht mehr die nötige Geschwindigkeit, um vorne mitzumischen. Sheffield und Vermeersch kamen gut auf, sprinteten aber von zu weit hinten und konnten nicht mehr entscheidend eingreifen. Tarling selbst war nach seinem Lead-Out erschöpft und sicherte sich Zeitgleichheit, während Morgado im Schlussspurt noch zwei Sekunden verlor.